Dienstag, 14. Mai 2013

So geht das mit Atomsubventionen

Das Solarportal der Zeitschrift Photon meldet: Der französische Energiekonzern EDF und die britische Regierung verhandeln weiter über einen »Basispreis« für den im geplanten Atomkraftwerk Hinkley Point C erzeugten Strom. 

Mitte März hatte das britische Ministerium für Energie und Klimawandel eine grundsätzliche Zusage zum Konzept für das 14 Milliarden Pfund (16,5 Milliarden Euro) teure Projekt in der Grafschaft Somerset gegeben. Es sollen in unmittelbarer Nähe zu zwei bestehenden Kraftwerksblöcken (zwei weitere sind seit dem Jahr 2000 stillgelegt) zwei neue Blöcke mit zusammen rund 3,2 Gigawatt Leistung gebaut werden. Wegen Schwierigkeiten bei der Finanzierung droht das Projekt jedoch zu scheitern. EDF als inzwischen einziger Bewerber fordert nach Berichten verschiedener britischer Medien einen Garantiepreis: Nach Angaben des Finanznachrichtenportals »This is Money« stehen hierfür 9,5 Pence (11,23 Cent) je Kilowattstunde über einen Zeitraum von 35 Jahren im Raum. 

Dies entspricht etwa dem Doppelten des derzeitigen Strommarktpreises in England und ist auch deutlich mehr als die gegenwärtige (und nur über 20 Jahre garantierte) Vergütung von 10,82 Cent je Kilowattstunde für Strom aus großen Solarkraftwerken in Deutschland. Eine für vergangene Woche erwartete Einigung zwischen der Regierung und EDF ist bislang indes offenbar noch nicht zustande gekommen, keine der beiden Parteien hat hierzu eine Meldung verlauten lassen. Großbritannien plant bis 2025 insgesamt 16 Gigawatt an neuen Kernkraftwerken zu errichten. 

Quelle: PHOTON

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