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Mittwoch, 15. Oktober 2014
Stilllegung besser als Jodtabletten
Auf die Folgen eines Atomunfalls weiss der Katastrophenschutz bis heute keine Antwort, so eine Einschätzung von Greenpeace Schweiz zur Verteilaktion: Vollschutz biete nur die Ausschaltung des Gefahrenherds – der AKW. «Im Notfall gut geschützt»: So beginne die Medienmitteilung zur Jodtabletten-Verteilung und sei für die Bevölkerung damit klar irreführend. «Die Jodtabletten helfen ausschliesslich gegen das gefährliche Isotop Jod-131 und damit nur gegen Schilddrüsenkrebs», sagt Florian Kasser, Atomexperte von Greenpeace Schweiz.
Nicht nur gefährlich, sondern gleich auch noch die ältesten AKW der Welt - Beznau I und II - Bild: Guntram Rehsche
«Zusätzlich gibt es aber bei einem Atomunfall noch zahlreiche weitere gesundheitsgefährdende Stoffe, die freigesetzt werden». Jodtabletten schützen ausserdem nur, wenn rechtzeitig vor dem Einatmen des radioaktiven Jod-131 eingenommen werden. Ob das bei einer Notsituation klappt, ist höchst ungewiss. «Richtiger Schutz sieht ganz anders aus: Nur die Abschaltung aller AKW bietet einen wirksamen Schutz gegen Atomunfälle», sagt Kasser.
Problematisch ist auch die Tatsache, dass viele Menschen in den deutschen und französischen Grenzgebieten der Schweizer AKW von der Verteilung ausgeschlossen sind. «Das ist absurd, denn die Gefahren der Schweizer Altreaktoren und die schnelle Ausbreitung der radioaktiven Wolke nach einem Atomunfall machen nicht an diesen willkürlichen Verwaltungsgrenzen halt», so Kasser. Um das grundlegende Problem zu beheben ist das eidgenössische Parlament gefordert, welches in der Wintersession über das Kernenergiegesetzt berät und eine verbindliche Laufzeitbeschränkung für alle AKW beschliessen muss.
Quelle: Greenpeace Schweiz
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Mittwoch, 24. September 2014
Schilddrüsenkrebs bei Kindern
Die japanische Regierung hat im August in allen grossen Zeitungen unter dem Titel «Richtige Informationen über Strahlung» Inserate geschaltet. Darin werden offensichtlich einseitige, verharmlosende Meinungen verbreitet – etwa: «Auch bei 100 Millisievert pro Jahr werden die Krebsfälle nicht zunehmen» oder «Eine Strahlung von 100-200 Millisievert pro Jahr erzeugt etwa dieselbe Krebsrate wie eine Ernährung mit zu wenig Gemüse.» Mit Tricks versucht gleichzeitig das japanische Umweltministerium die Kosten für die Dekontamination der verstrahlten Gebiete zu senken – leidtragend ist die Bevölkerung. Der finanzielle Aufwand für die staatliche Dekontaminierungsarbeit ist für 2015 mit 300 Milliarden Yen (rund 2,6 Milliarden Franken) budgetiert.
Noch immer wächst derweilen die Mengen radioaktiv verseuchten Wassers weiter. Der Versuch, im Boden um die Reaktoren eine gefrorene Erdmauer zu errichten, um den Grundwasserstrom zu stoppen, war bisher nicht erfolgreich. Das japanische Amt für Energie plant nun den Bau der weiteren Wassertanks mit einem Fassungsvermögen von 100‘000 Tonnen (insgesamt 1 Million Tonnen). Nach Angabe von Tepco ist während der letzten 10 Monate (August 2013 bis Mai 2014) Strahlung von 2000 Milliarden Becquerel zusammen mit dem verseuchten Wasser ins Meer geflossen.
Im Herbst 2013 wurde in Reis von der Gemeinde Minamisoma – 20 Kilometer von Fukushima-Daiichi entfernt – über 100 Becquerel Cäsium gemessen. Erst in diesem Sommer wurde die vermutliche Ursache für die erhöhte Strahlung festgestellt: radioaktiver Staub von den Aufräumarbeiten im Reaktor 3. Tepco gibt jetzt zu, dass bei diesen Arbeiten im Sommer 2013 280 Milliarden Becquerel pro Stunde entwichen seien. Die betroffene Bevölkerung wurde damals nicht informiert. Der Staub hat bis zu 50 Kilometer entfernte Gebiete erreicht.
Demnächst sollen die Trümmerteile von Reaktor 1 entfernt werden. Eine weitere Verbreitung radioaktiven Staubs wird befürchtet. Ende August wurde in Fischen aus zwei Seen in der Präfektur Gumma radioaktive Strahlung über dem Grenzwert festgestellt. Die Seen liegen mehr als 200 Kilometer von Fukushima-Daiichi entfernt.
Quellen: CNIC, Tokyo-Shinbun / Präfektur Fukushima, www.gov-online.go.jp, Kahoku Zeitung, 47 news / Schweizerische Energie-Stiftung
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Sonntag, 21. Juli 2013
Der Tod des Helden von Fukushima
Der Held (siehe Bild) starb mit 58 Jahren an Speiseröhrenkrebs. Einen Zusammenhang zwischen der Krebserkrankung und dem Atomunfall schließt der Betreiber des verunglückten Kernkraftwerkes jedoch aus. Das Schicksal von Masao Yoshida erfährt, aufgrund seines Einsatzes für die Rettung des Kraftwerkes, in der internationalen Presse große Aufmerksamkeit. Nur eine Randnotiz wert sind die Aussagen des Zwischenberichts des Fukushima Health Management Survey der Präfektur Fukushima. Hier werden die vorläufigen Befunde der klinischen Untersuchung der Schilddrüse von Kindern und Jugendlichen der Präfektur Fukushima veröffentlicht. Der Bericht unterscheidet zwischen gutartigen Veränderungen in der Schilddrüse in Form von Zysten und Knoten und bösartige Veränderungen, allgemein bekannt als Schilddrüsenkrebs. Diese Art von Tumoren zählt grundsätzlich zu den selteneren Krebsarten. Diagnostiziert wird er in der Regel bei Menschen in mittlerem und höherem Erwachsenenalters. Eine bösartige Erkrankung der Schilddrüse bei Kindern ist selten.
In Fukushima wurden 175.499 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren untersucht. In 43 % der Fälle wurden gutartige Zysten oder Knoten in der Schilddrüse festgestellt. Nach Angaben der Organisation Internationaler Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) sind diese auffälligen Befunde bei Kindern, anders als bei Erwachsenen, als Vorstufe von bösartigen Veränderungen zu sehen. Insgesamt wurden rund 1.000 Kinder aufgrund besonders schwerwiegender Diagnose zu einer Zweituntersuchung einbestellt. Mittlerweile wurden 421 Kinder zum zweiten Mal untersucht. Bei 28 Kindern wurden krebsverdächtige Zellen gefunden. 13 Kindern wurden mittlerweile die Schilddrüsen entfernt. Ein Fall stellte sich als gutartiger Tumor heraus, in 12 Schilddrüsen wurde Schilddrüsenkrebs bestätigt.
Die bisherigen Ergebnisse sind nach Angaben der IPPNW ein Zwischenstand, da die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen sind. Doch bereits mit den bisherigen Zahlen läge der Indize bei 6,8 Erkrankten bei 100.000 Menschen. Aufgrund der Zahlen des Nationalen Krebszentrums in Japan zu Neuerkrankungen in der Bevölkerung aus den Jahren 2001 - 2007 wäre ein Indize von etwa 0,35 zu erwarten gewesen. Die IPPNW ergänzt, dass die dem Zwischenbericht zugrunde liegende Reihenstudie nicht komplett vergleichbar mit den Neuerkrankungszahlen in der Bevölkerung ist. Deshalb sehen japanische Wissenschaftler derzeit auch keinen Zusammenhang zwischen den hohen Erkrankungszahlen und dem Atomunglück in Fukushima.
Da die Entfernung der Schilddrüse für die Betroffenen ein schwerwiegender Eingriff ist, der lebenslange Konsequenzen verursacht, stellt sich die Frage, wie mit den Betroffenen umgegangen wird und welche Schlussfolgerungen aus ihrem Schicksal gezogen werden. In Deutschland können wir erleichtert aufatmen - das Drama der nuklearen Stromerzeugung neigt sich hier dem Ende zu.
Der Atomausstieg in Deutschland ist beschlossen, 2022 geht das letzte deutsche Atomkraftwerk vom Netz. Nick Butler, Energieexperte der Financial Times, bezweifelt Anfang Juni 2013, dass das Ende der Atomkraft in Deutschland tatsächlich so sicher ist. Er geht davon aus, dass bei einer Verlängerung der Regierungszeit von Angela Merkel nach den Bundestagswahlen 2013 eine Verlängerung der Laufzeiten der deutschen Kernkraftwerke wieder möglich sein wird. Konkret spricht er von Laufzeitverlängerungen bis 2032. Und so ist der Tod des Helden Masao Yoshida eben nicht der letzte Akt des Dramas. Nicht des Dramas in Fukushima, nicht des Dramas der Kernenergie in Japan und leider auch nicht des Dramas der Kernenergie in Deutschland.
Donnerstag, 25. Oktober 2012
Fukushima: Viele vorzeitige Todesfälle
Aus den zwangsevakuierten Gemeinden der Präfektur
Fukushima sind bis Ende März 2012 mindestens 761 Todesfälle als solche
offiziell anerkannt, bis Ende August über 1000. ( Verlassene
Verstorbene der ersten Tage nach der Katastrophe in der Evakuationszone
sind von der Zählung ausgenommen.) Aeltere Menschen über 60 sind
besonders betroffen. Masamichi Mori, Rechtsanwalt, schätzt die indirekte
Tote durch den Reaktorunfall (ohne Tusnami und Erdbeben) in 10
Gemeinden um 600. Das Bild zeigt die Ruine eines der zerstörten Reaktoren von Fukushima.Die Zahlen in der Präfektur Fukushima sind viel höher als in den anderen von Erdbeben und Tsunami betroffenen Präfekturen. Die wichtigsten Todesursachen sind Schock, Stress und Erschöpfung durch zT. mehrfache Evakuierungen und lang andauernde provisorische Wohnsituation, ausserdem die Unterbrechung der medizinische Versorgung nach dem Reaktorunfall. Wie würden wohl in der Schweiz Spitäler, Alters- und Pflegeheime und zuhause gepflegte Patienten fachgerecht evakuiert?
Die Schweizerische Energie-Stiftung SES setzt sich dafür ein, dass der Super-GAU in Fukushima nicht vergessen geht. Dank der japanischen Fachjournalistin Kaori Takigawa liefert die SES Aktualitäten & Hintergründe aus Japan.
Quelle: Schweizerische Energiestiftung SES
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Montag, 8. Oktober 2012
Die CO2-Lüge
Der ganze Prozess der Erzeugung von Atomstrom umfasst den Bau der Meiler, die Produktion der Baustoffe sowie des Brennstoffs Uran. Die Kernkraft hat somit durchaus Klimaauswirkungen. Im Zuge der Bereitstellung von Atomstrom, so errechnete das Öko-Institut 2007, fallen für deutsche AKW 31 Gramm des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) pro Kilowattstunde (kWh) an, in russischen sogar über 60 Gramm. Der Block C des AKW Gundremmingen mit einer Stromproduktion von elf Milliarden kWh pro Jahr ist demnach für den Ausstoß von 352 000 Tonnen CO2 verantwortlich.
Überdies reichen die Vorräte von wirtschaftlich gewinnbarem Uran weltweit gerade noch etwa 65 Jahre. Die Erze mit hohem Urangehalt sind schon heute weitgehend erschöpft. Zwar lässt sich mit mehr Aufwand und Kosteneinsatz Uran auch aus minderwertigem Erz gewinnen, zur Not sogar aus Meerwasser. Doch dies treibt nicht nur den Preis für die Brennelemente in schwindelnde Höhen, sondern hat auch gravierende ökologische Folgen. So steigen die CO2-Emissionen bei der Aufbereitung niedriger konzentrierter Erze. Eine weitere Studie – sie beruht auf Daten der Konferenz für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung – weist nach, dass die Uranvorkommen weltweit auch bei reduziertem Bedarf spätestens 2070 ausgebeutet sein werden. Derzeit deckt die Atomkraft nur rund sieben Prozent des weltweiten Energiebedarfs. Würde dieser Anteil erhöht, wären die Uranressourcen in kurzer Zeit erschöpft.
Europas AKW beziehen das Uran überwiegend aus Russland, Australien, Kanada, Kasachstan, Usbekistan und Niger. Seine Konzentration im Erz ist meist sehr gering (ca. 0,1 Prozent), deshalb müssen große Gesteinsmengen abgebaut werden (meist in offenen Gruben), von denen über 99 Prozent Abfall sind. Dabei fallen große Mengen radioaktiv und chemisch verseuchter Abwässer an, die in der Regel in nahe Flüsse und Seen gepumpt werden und auch ins Grundwasser gelangen. Weltweit lagern bereits über eine Milliarde Tonnen Uranerzschlämme, jährlich kommen weitere 20 Millionen hinzu. Nachdem sie getrocknet sind, treibt der Wind den giftigen Staub übers Land.
Meist findet die weitere Aufbereitung gleich bei den Gruben statt. Das Uranerz wird zu gelbem Pulver – dem „Yellowcake” – umgesetzt. Dabei löst sich, wie auch schon beim Erzabbau, radioaktives Radongas aus dem Gestein. Von den beim früheren DDR-Uranproduzenten Wismut AG beschäftigten Bergleuten starben von 1946 bis zum Betriebsende 1990 über 7160 an Lungenkrebs, hervorgerufen durch Radon.
In Niger untersuchte das unabhängige Institut CRIIRA zwischen 2003 und 2005 die Umweltfolgen des Uranabbaus und konstatierte überhöhte Strahlenwerte im Trinkwasser sowie eine hohe Belastung der Minenarbeiter und Bevölkerung in der Region durch Radon. Im Jahr 2007 lehnte die finnische Regierung aufgrund des Widerstands der Bevölkerung einen Antrag der französischen Atomfirma Areva ab, im Land nach Uran zu suchen. Am ostfinnischen See Kitkajärvi etwa fürchten Fischer eine Verschmutzung des Gewässers.
Atomkraft: Die CO2-Lüge - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/wissen/klima/tid-13427/atomkraft-die-co2-luege_aid_372528.html
Montag, 21. Mai 2012
Weiter radioaktives Kühlwasser
Nicht nur der fleischfressende – und damit am Ende der Nahrungskette stehende – Barsch Sebastes ventricosus, auch bodenlebende Plattfische und Rochen sind stark belastet. Letztere ernähren sich hauptsächlich von Borstenwürmern und Krebsen. Die Belastungen erfolgen mittlerweile vorwiegend durch Cäsium, welches eine Halbwertszeit von 30 Jahren besitzt. Auch in Europa ist Cäsium 26 Jahre nach Tschernobyl noch immer in Wildtierfleisch nachweisbar.
„Die Radioaktivität ist in den höheren Lebewesen angekommen. Dies war bereits direkt nach Beginn der Fukushima-Katastrophe im März 2011 zu erwarten“, sagt Reinhard Uhrig, Atomexperte von GLOBAL 2000. „TEPCO leitet weiterhin 22.000 Liter Kühlwasser pro Stunde in die zerstörten Reaktoren, um die geschmolzenen Kernbrennstoff-Klumpen abzukühlen. Täglich fließt eine halbe Million Liter hochradioaktives Wasser ins Grundwasser und gelangt so in den Pazifik.“ TEPCO hat zwischenzeitlich den besonders hoch belasteten Meeresboden direkt vor den Reaktor-Ruinen zubetoniert. Zwei Schichten mit insgesamt fünf Zentimeter Beton sollen sicherstellen, dass die radioaktiven Stoffe im Boden direkt innerhalb der Wellenbrecher vor dem AKW stationär bleiben. „Die Messungen zeigen aber, dass diese Maßnahme nicht zielführend ist und dass die radioaktive Belastung des Meeres vor Japan weiter zunimmt“, sagt Uhrig. TEPCO wurde kürzlich verstaatlicht. „Jetzt ist es an der Zeit, internationale Hilfe für die Stabilisierung der zerstörten Reaktoren zuzulassen, um weitere radioaktive Freisetzungen zu verhindern“, betont Uhrig.
GLOBAL 2000 hat das europäische Volksbegehren „Meine Stimme gegen Atomkraft“ initiiert, welches den Ausstieg Europas aus der unsicheren und teuren Atomkraft und den Umstieg auf erneuerbare Energien zum Ziel hat.
Quelle und Unterschriftensammlung: Global 2000
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Dienstag, 29. November 2011
Fukushima: Reisernte belastet
Nach einer Mitte November 2011 in den Proceedings der US-amerikanischen Nationalen Akademie der Wissenschaften (PNAS) veröffentlichten Studie japanischer Wissenschaftler ist der Boden in weiten Teilen Ost- und Nordostjapans stark mit Radiocäsium belastet. In der Präfektur Fukushima liege die Belastung über dem Grenzwert von 5.000 Becquerel Cäsium-Gesamtaktivität je Kilogramm Boden, ab dem die japanische Regierung Landwirtschaft und Viehzucht verboten hat. Wie die Wissenschaftler kalkulieren, sollen insgesamt mehr als 5,6 Billiarden Becquerel Cäsium-137 aus Fukushima über Japan und den angrenzenden Meeresgebieten abgelagert worden sein. In den meisten östlichen Gebieten Japans, so das Fazit der Wissenschaftler, seien die Böden mit mehr als 1000 Becquerel Cäsium-137 pro Quadratmeter kontaminiert worden.
In den Präfekturen nahe dem Kernkraftwerk lägen die Werte sogar bei mehr als 10.000 Becquerel pro Quadratmeter. Am höchsten sind die Werte in unmittelbarer Umgebung zu den Atomanlagen mit mehr als 100.000 Becquerel Cäsium-137 pro Quadratmeter.
Den vollständigen Bericht finden Sie in der aktuellen Ausgabe:
* Die Nahrungsmittelproduktion in den östlichen Präfekturen Japans könnte noch mehrere Jahrzehnte lang unmöglich sein
* Der Fallout vom 15. März 2011 ist die Hauptquelle der Belastung in der Präfektur Fukushima
* Verstrahlte Rinder zu Forschungszwecken
* Stark erhöhte Strahlung in Tokyoter Stadtbezirken
* Weitere Evakuierungen notwendig
Den vollständigen Bericht finden Sie in der aktuellen Ausgabe. Bitte bestellen Sie ein kostenloses Probeexemplar
Quelle: Strahlentelex 2011
Samstag, 27. August 2011
Japan senkt Schulgrenzwerte
„Die Anhebung der Grenzwerte auf die Jahresdosis eines deutschen Atomkraftwerks-Arbeiters – 20 Millisievert – war eine wahnsinnige Verzweiflungstat der japanischen Regierung, um nicht zugeben zu müssen, dass ein viel größeres Gebiet als die Evakuierungszone stark radioaktiv belastet ist“, berichtet Akiko Yoshida von japanische Partnerorganisation von GLOBAL 2000, Friends of the Earth Japan. „Wir haben zusammen mit Wissenschaftlern und Eltern aus der betroffenen Region seit Monaten für die Senkung der Grenzwerte und flächendeckende Radioaktivitätsmessungen kampagnisiert, diese Senkung ist ein großer Erfolg für uns. Es ist aber klar, dass der jetzt angesetzte Grenzwert nur durch Rechentricks einhaltbar ist -- die Kinder dürfen sich nur einen Teil des Tages in so stark belasteten Schulen aufhalten, und radioaktive Nahrungsmittel dürfen auch nicht ins Schul-Mittagessen gelangen.“
Durch die radioaktiven Freisetzungen aus den explodierten Reaktoren und das verdampfende hochradioaktive Kühlwasser wurde eine viel größere Region als die von der Regierung festgelegte 20 km-Zone um das havarierte AKW radioaktiv verstrahlt. In Schulen der 60 Kilometer entfernten Großstadt Fukushima ist der Boden so stark mit langlebigen Cäsium-Isotopen belastet, dass die Radioaktivität in der Luft immer noch bei bis zu 2,1 Mikrosievert pro Stunde liegt – oder 18 Millisievert pro Jahr. „Die Regierung hat im Juli ausführliche Messungen mit Dosimetern in den 55 Schulen der Region durchführen lassen, in denen selbst der viel zu hohe Grenzwert von 20 Millisievert überschritten worden wäre“, berichtet Dr. Reinhard Uhrig, Atomexperte von GLOBAL 2000. „Man hat dann einfach im Schulgebiet die Erde oberflächlich abgetragen und durch unbelastete Erde ersetzt, um die Strahlungsdosis zu senken. Diese Verbesserung ist jedoch nur punktuell - die Schulwege sind weiterhin verseucht. Besonders belastet sind die Straßenkanäle, an denen die Schulwege oft entlangführen. Dort hat sich radioaktiver Schlamm angesammelt.“
Die im Juli veröffentlichten Messungen ergeben auch, dass die jetzt vorgegebenen Grenzwerte nur eingehalten werden können, wenn die Schulen Freiluft-Aktivitäten wie Sport oder den Gebrauch von Pausenhöfen und Spielplätzen sehr stark einschränken oder ganz verbieten: 41 Schulen erlauben den Aufenthalt für SchülerInnen im Freien nur stundenweise, 13 gar nicht. Nur eine Schule konnte die Kinder wieder unbegrenzt ins Freie lassen.
Selbst innerhalb der Schulgebäude gibt es Unterschiede in der Strahlenbelastung durch die Nähe zu den Fenstern – je weiter man sich im Inneren des Klassenzimmers befindet, desto niedriger ist die Belastung. „Es zeigt sich, dass hier höchstens Schadensbegrenzung betrieben werden kann. Niemand kann ausschließen, dass Kinder in diesem radioaktiven Minenfeld mit hochradioaktiven Stellen in Berührung kommen. Wir erwarten innerhalb der kommenden Jahre eine statistisch signifikante Erhöhung der Krebserkrankungen bei japanischen Schulkindern“, erklärt Uhrig. „Die Regierung muss die Belastung des gesamten betroffenen Gebietes lückenlos kontrollieren und weitere besonders stark belastete Gebiete evakuieren lassen -- wie dies auch nach der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl in der Ukraine und Weißrussland gemacht werden musste."
Quelle: Global 2000
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Donnerstag, 21. Juli 2011
Japan: Weitere Evakuationen
Bei diesen Häusern könnte die Strahlenbelastung über eine international empfohlene Höchstgrenze von 20 Millisievert im Jahr steigen. Im vergangenen Monat waren erstmals rund 100 Haushalte in der Stadt Date, die ausserhalb der 20-Kilometer-Sperrzone um das AKW liegt, zu sogenannten «hot spots» erklärt worden. Evakuierungszonen waren bis dahin prinzipiell für ganze Gemeinden eingerichtet worden. Im Falle von «hot spots», wo die Strahlenwerte sporadisch höher sind als in anderen umliegenden Gebieten, ist es den Betroffenen überlassen, ob sie ihr Haus verlassen wollen.Aber gerade Haushalten mit Kindern und Schwangere wird nahegelegt, solche Orte zu meiden. Sofern die Betroffenen es wünschen, ihre Häuser zu verlassen, hat die Regierung Hilfe angeboten. Am Dienstag hatte die Regierung mitgeteilt, dass die Kühlung der zerstörten Reaktoren im Atomkraftwerk Fukushima jetzt stabilisiert sei. In den vergangenen Monaten sei die radioaktive Konzentration um die sechs Reaktoren herum nach Angaben des Betreiberkonzerns Tepco «stetig gesunken».
Derzeit liege sie bei maximal 1,7 Millisievert pro Jahr. Zur Zeit sickerten noch maximal 1 Milliarde Becquerel pro Stunde an radioaktiven Substanzen aus der Anlage. Das entspricht nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo etwa einem Zwei-Millionsten des Niveaus zum Zeitpunkt des Unfalls am 11. März.
Unterdessen verhängte der Staat nach Bekanntwerden mehrerer Fälle von verstrahltem Rindfleisch einen Lieferstopp für Rinder aus Fukushima. Der Entscheid erfolgte, nachdem mit verstrahltem Heu gefütterte Rinder an Schlachthöfe in ganz Japan geliefert worden waren. Nach neusten Informationen von Kyodo soll es sich um mehr als 1300 Rinder handeln. Es ist nicht bekannt, ob verstrahltes Fleisch an Konsumenten verkauft wurde.
Quellen: sda/dpa
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Freitag, 15. Juli 2011
Krebsstudie: Infos fehlen
In der Medienkonferenz zur CANUPIS-Studie Dienstag an der Universität Bern informierten die Autoren des ISPM über die Anzahl der Leukämiefälle bei unter 5-jährigen Kindern in AKW-Nähe. Bei 6.8 erwarteten Fällen seien in Zone I (5 km-Umkreis) 8 Fälle beobachtet, in Zone II (5-10 km) bei 20.8 erwarteten Fällen 12 Fälle beobachtet und in Zone III (10-15 km) bei 28.3 erwarteten Fällen deren 31 beobachtet worden. Dies betraf die Kohorte der knapp 3000 Kinder, deren Daten zum Geburtsort bekannt waren (in der Originalpublikation „birth cohort“ genannt). Anders ausgedrückt sei das relative Risiko in Zone I um 20% erhöht, in Zone II um 40% erniedrigt und in Zone III um 10% erhöht.
Was die Autoren in der schriftlichen Medieninformation in deutscher Sprache nicht erwähnten, war die Analyse der in der Schweizer Studie ebenfalls untersuchten Kohorte gemäss dem Wohnort zum Zeitpunkt der Leukämiediagnose. Diese Kohorte der CANUPIS-Studie – in der englischen Originalpublikation „resident cohort“ genannt - umfasste über 4000 Kinder. Hier betrugen die aus der englischsprachigen Publikation ersichtlichen Zahlen für die Zone I 7.8 erwartete, jedoch 11 beobachtete Fälle (relatives Risiko um 41% erhöht), für Zone II 23.5 erwartete, jedoch 20 beobachtete Fälle (Risiko um 15% erniedrigt), und für Zone III 34 bei 32.4 erwartete Fälle (Risiko um 5% erhöht).
Da die Analyse des Wohnortes zum Zeitpunkt der Krebsdiagnose dem Vorgehen bei der deutschen Kinderkrebsstudie KiKK entspricht, auf welche die CANUPIS-Autoren während der Medienkonferenz wiederholt vergleichend als Ausgangsbasis verwiesen (und die letztlich auch der Auslöser für die CANUPIS-Studie darstellte), ist es fragwürdig, diese 41% Risikoerhöhung bei unter 5-Jährigen in der „resident cohort“ in Zone I selektiv nicht zu nennen. Insbesondere, da die Autoren in der englischen Zusammenfassung selber darauf hinweisen, dass die Resultate der „birth cohort“ und der „resident cohort“ ähnlich seien, wäre es gegenüber den Medien korrekt gewesen, beide Kohorten mit gleichem Gewicht darzustellen. Dies betrifft sowohl die mündliche Präsentation wie auch die schriftliche Medieninformation.
Zusammenfassende Berechnungen, die die Resultate der CANUPIS-Studie, einer deutschen Studie von Kaatsch und einer englischen Studie von Bithell berücksichtigen, ergeben ein signifikant um circa 40% erhöhtes Leukämierisiko für diese Gruppe von Kleinkindern in der Umgebung von AKW. Eine Zunahme des Leukämierisikos um 40% für Kinder unter 5 Jahren, die im Umkreis von 5 km eines Atomkraftwerkes leben, ist aus medizinischer Sicht relevant: Es sei an Untersuchungen aus den Jahren nach 1950 zu Schwangeren erinnert, die zum Ausschluss einer Zwillingsschwangerschaft geröntgt wurden. Sie ergaben bei den in der Schwangerschaft gegenüber ionisierender Strahlung exponierten Kindern ein um 40% erhöhtes Krebsrisiko. Diese wichtige Erkenntnis führte zu den heute gültigen strengen Strahlenschutzbestimmungen.
Eine ergänzende schriftliche Medieninformation durch das CANUPIS-Team mit der Bekanntgabe der oben zitierten Resultate der „resident cohort“ wäre der aus methodischer Sicht ausgezeichneten CANUPIS-Studie nachträglich zu wünschen. Denn wenn gleichwertig sein soll, was für „birth cohort“ und „resident cohort“ gefunden wurde, sollte den Medien klar mitgeteilt werden, dass die Leukämierisikoerhöhung für Kleinkinder im ersten Fall + 20%, im zweiten Fall + 41% beträgt. Dies selbst im Wissen um die Tatsache, dass beide Resultate nicht signifikant sind, wurden doch in den Medien die Fallzahlen der „birth cohort“ ausführlich wiedergegeben und auch die 20%-Risikoerhöhung immer wieder genannt. Es ist anzunehmen, dass die 41% Risikoerhöhung bei der „resident cohort“ das Publikum noch brennender interessieren wird.
Für weitere Informationen
Dr.med.C.Knüsli, Onkologe, Basel
Präsident PSR/IPPNW Schweiz
mobile: 079 435 90 72
www.ippnw.ch
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Montag, 13. Juni 2011
Immer mehr Verstrahlte
Was sind die Folgen der Atomkatastrophe in Fukushima für Menschen und Umwelt? Auf den Tag ist es drei Monate her, dass die Dreifach-Katastrophe aus Erdbeben, Jahrhundert-Tsunami und Atomunfall ihren Lauf nahm - vollständig wird man die Frage nach den Folgen aber wohl erst in Wochen wenn nicht gar Monaten beantworten können. Denn noch immer kämpfen die Arbeiter des AKW-Betreiber Tepco auf der Atomruine gegen das Austreten von radioaktivem Material an und versuchen unermüdlich die Kühlung der Reaktoren zu stabilisieren. Klar ist, dass noch viel Zeit vergehen wird, bis der Stromkonzern die Anlage unter Kontrolle haben wird.
Rund 3700 Männer waren allein im März auf der Dauerbaustelle im Einsatz, die Arbeit, die sie verrichten müssen, ist nicht nur anstrengend sondern auch gefährlich: Täglich müssen sich die Mitarbeiter der radioaktiven Belastung aussetzen, die vor Ort herrscht. Wie Tepco am Montag bekanntgab, wurden möglicherweise sechs weitere Arbeiter in dem AKW einer Überdosis an radioaktiven Strahlen ausgesetzt.
Zuvor hatte der Betreiber mitgeteilt, dass zwei von ihnen einer Strahlenmenge ausgesetzt waren, die mehr als das Doppelte über dem erlaubten Grenzwert von 250 Millisievert liegt. Sie gehören neben den sechs anderen Kollegen ebenfalls zu den Arbeitern, die im März zu Reparaturarbeiten im Einsatz waren. Bisher hatte Tepco der Regierung die vorläufigen Messergebnisse von rund 2400 Männern mitgeteilt, wie die Nachrichtenagentur Kyodo berichtete.
Nach Angaben der Atomaufsichtsbehörde wurde zudem erstmals auch in Grundwasser radioaktives Strontium entdeckt, und zwar bei den beschädigten Reaktoren 1 und 2. Auch nahe der Meerwasseraufnahme des AKW Fukushima wurde die radioaktive Substanz gefunden. Deren Konzentration liege bis zum 240fachen über der erlaubten Höchstgrenze, hieß es. Wissenschaftler sprechen bei Strontium von einem "Knochenkiller". Es schädige das Knochenmark und könne Leukämie (Blutkrebs) auslösen.
Quelle: Spiegel Online
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Samstag, 2. April 2011
Schon geringe Erdbeben Gefahr
Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,
wir möchten Sie auf eine ganz erhebliche Gefährdung der deutschen Atomkraftwerke aufmerksam machen und Sie als Physikerin nachdrücklich darum bitten, die folgenden Sachverhalte persönlich zur Kenntnis zu nehmen. Der ehemalige Siemens/KWU-Chef Klaus Barthelt wollte Anfang der 1980er Jahre die deutschen Atomkraftwerke mit einer verbesserten, „momentfreien, auslenkenden“ Stütztechnik für Rohrleitungen, Kühlpumpen etc. vor Erdbeben und Flugzeugabsturz schützen. Er konnte sich damit aber im Siemens-Konzern nicht durchsetzen.
Atomkraftwerke sind daher schon durch relativ schwache Erdbeben wie auch durch vergleichsweise kleine Flugzeuge erheblich gefährdet, zumal wenn beispielsweise schon thermische Vorbelastungen an Komponenten bestehen und zusätzlich von der Modelltheorie abweichende dynamische Einwirkungen den getroffenen Lastannahmen entgegen wirken. Unter solch ungünstigen Bedingungen könnte bereits die Schnellabschaltung eines Atomkraftwerks zu gefährlichen Schäden führen.
Diese Aussagen macht der Spezialist für erdbebensichere Stützsysteme Erich Görgens, der an der Planung und Errichtung der meisten westdeutschen Atomkraftwerke beteiligt war. Herr Görgens widerspricht der Auffassung, dass die Kühlsysteme im japanischen Katastrophenmeiler Fukushima durch die „Stärke“ des Erdbebens zerstört wurden. Er vermutet vielmehr, dass es die besondere Charakteristik des Erdbebens war, die abweichend von der Modelltheorie, relative Verschiebungen zwischen den Abstützungen und so unzulässige Lasten verursachend, zu den großen Schäden in Japan führte.
Die herkömmlichen Befestigungskonzepte etwa für Rohrleitungen und Kühlwasserpumpen in Atomkraftwerken ständen sich bezüglich den Anforderungen zum Schutz vor Erdbeben und vor Flugzeugabstürzen diametral entgegen. Zum Schutz der durch Erdbeben ausgelösten mittelfrequenten Schwingungen setze man auf starre Stützsysteme, die aber eine Gefahr bei Flugzeugabstürzen darstellen. Hochfrequente Schwingungen, wie sie schon beim Aufprall kleiner Flugzeuge auf ein Reaktorgebäude entstünden, erforderten hingegen eine sehr weiche, flexible Aufhängung.
Nach Auffassung von Herrn Görgens, der mit den Verantwortlichen etlicher Atomkraftwerkshersteller über die Thematik diskutierte und mit diversen Universitäten zusammengearbeitet hat, sind diese Konzepte völlig untauglich. Sich gegenseitig ausschließende Sicherungsmaßnahmen, nicht vorher bestimmbare Belastungen und nicht ausweichend stützende Abstützungen, bestimmen das Restrisiko in Atomkraftwerken. Die in der Atomtechnik und von Gutachterorganisationen eingesetzten „Rechenprogramme“ sind nach Ansicht von Herrn Görgens untauglich, weil denen stark vereinfachte Modellannahmen zugrunde lägen, die nicht durch geeignete mechanische Lastfallabsicherungen ausgeglichen würden.
„Absolute Momentfreiheit und/oder ausweichende Widerlager“ sind für Maschinenbauer Görgens die Lösung des Problems. Die Lösung liege in einem stressfreien, frequenzunabhängigen Stützkonzept für mechanische Systeme. Relative Verschiebungen zwischen Stützpunkten, müsse man momentfrei auslenken und dadurch sichern können. Eine Technik, wie sie prinzipiell in den Hinterachsen von Autos Verwendung findet. In den USA habe man in Atomkraftwerken immerhin so genannte „Struts“ eingesetzt, offenbar aber nicht optimal genutzt.
Herr Görgens ist der Auffassung, dass alle Atomkraftwerke weltweit derzeit eine erhebliche Gefahr darstellen und so nicht weiterbetrieben werden dürfen. Er sieht weltweiten Nachrüstungsbedarf. Wir fordern Sie vor diesem Hintergrund auf, die deutschen Atomkraftwerke wegen erheblicher Gefährdung im Sinne von § 17 Abs. 5 Atomgesetz vom Netz zu nehmen und endgültig stillzulegen.
Wir erinnern in diesem Zusammenhang daran, dass es zuletzt am 23. Dezember 2010 im Rheingraben bei Mainz zu einem Erdbeben der Stärke 3,4 auf der Richterskala kam. Bei ungünstigen Beschleunigungen könnte selbst ein solches Erdbeben mit Epizentrum in der Nähe eines Atomkraftwerks ausreichen, einen katastrophalen Unfall auszulösen, so Herr Görgens. Vor der Errichtung des Atomkraftwerks Biblis gab es in der Umgebung des Standortes zwei Erdbeben der Stärke 5,1 bzw. 5,2 auf der Richterskala.
Das zeigt, wie akut die Gefahr ist und dass dringender Handlungsbedarf besteht. Mit freundlichen Grüßen Reinhold Thiel Vorstand der IPPNW
Quelle: Sonnenseite / Atomkritische Ärzteorganisation IPPNW 2011
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Samstag, 12. März 2011
Mittwoch, 9. Februar 2011
Bauern für EE / gegen AKW
Die Umfrageergebnisse im Einzelnen, die die Redaktion der Zeitung mit folgender Einschränkung versieht: «Achtung: Diese Umfrage ist nicht repräsentativ! Sie zeigt nur die Meinung der BenutzerInnen von schweizerbauer.ch, welche sich für diese Umfrage interessieren. Die breite Öffentlichkeit kann eine ganz andere Meinung vertreten.» Die Umfrage ist unterdessen abgeschlossen und zeigt folgende Antworten auf fünf Fragen:

Quelle: Schweizer Bauer
Mittwoch, 22. Dezember 2010
AKW-Betreiber sollen bekennen
Sehr geehrte Damen und Herren,
Seit Anfang September 2010 ist bekannt, dass das Kernkraftwerk Gösgen (siehe Bild - Foto: Guntram Rehsche) Brennmaterial aus der kerntechnischen Anlage Majak in Russland bezieht. Im November besuchte eine Greenpeace-Delegation gemeinsam mit Schweizer Medienschaffenden die Umgebung von Majak. Die Umweltorganisation hat Messungen durchgeführt und an verschiedenen Standorten Strahlungswerte so hoch wie in Tschernobyl gemessen. Die Gewässer und der Boden sind verseucht mit den radioaktiven Abfällen aus 60 Jahren Majak-Betrieb, die auch zu schweren Umweltkatastrophen führten. Greenpeace liegen zudem Dokumente u.a. der Anlagebetreiber selbst vor, die belegen, dass auch der aktuelle Betrieb neue Radioaktivität in die Umwelt bringt. Die Krebsrate in der Region Tschelyabinsk ist überdurchschnittlich hoch, ebenso die Zahl der Fehlgeburten. Viele Kinder kommen mit genetischen Schäden und zum Teil schwersten Behinderungen zur Welt. Aus Sicht von Greenpeace besteht keine Perspektive, in der Anlage innert nützlicher Frist eine saubere Produktion zu ereichen. Einzig eine gründliche Sanierung des gesamten Gebiets würde die Menschen vor der radioaktiven Gefahr schützen.Ihr Unternehmen bzw. Ihr Kanton ist am KKW Gösgen beteiligt. Deshalb fordern wir Sie auf, Rechenschaft gegenüber der Öffentlichkeit über folgende Problemstellungen abzulegen:
Zur Transparenz:
1. Über welche Informationen verfügt das KKW Gösgen bezüglich der Einhaltung von Sicherheits- und Umweltschutzstandards in den Produktionsprozessen der Majak-Anlage?
2. Können die heutigen Geschäfte mit Majak mit Umweltauflagen verknüpft werden, im Wissen dass die Schweizer KKW-Betreiber keine direkten Verträge mit Majak haben und dass die Verträge bereits abgeschlossen wurden?
3. Wie kann garantiert werden, dass in der Majak-Anlage und in ihrer Umgebung Schutz für Mensch und Umwelt sichergestellt ist?
4. Kann aus Ihrer Sicht der Bezug von Brennmaterial aus Majak verantwortet werden kann oder werden die Verträge jetzt aufgelöst? Wenn ja, ab wann?
5. Sind die KKW Gösgen AG und ihre Aktionäre bereit, ab jetzt eindeutige und vollständige Angaben zur Herkunft des Brennmaterials auf freiwilliger Basis öffentlich zu machen, wie der Bundesrat es anregt?
6. Wann stellen die KKW Gösgen AG und ihre Aktionäre eine umfassende Information über die Problemlage ins Internet?
Zu Menschenrechtsaspekten:
7. Welche Haftungs- und menschenrechtlichen Verantwortungen ergeben sich aus dem Bezug der Brennelemente für die Lieferanten sowie die KKW Gösgen AG und ihre Aktionäre?
8. Welche sofortigen und langfristigen Massnahmen werden die KKW Gösgen AG und ihre Aktionäre zur Verantwortungsübernahme ergreifen?
9. Wie sind die KKW Gösgen AG und ihre Aktionäre gewillt, diese moralische Verantwortung gegenüber den Direktbetroffenen zu tragen?
Quelle: Greenpeace Schweiz
Donnerstag, 2. Dezember 2010
«Einstein» zu Radioaktivität
Das Wissenschaftsmagazin bringt Klärungen zur Beeinflussung von Erbgut und Föten durch Radioaktivität - eine abschliessende und schlüssige Wertung ist aber noch nicht möglich - und die Atomwirtschaft schweigt ebenso beharrlich wie der Bund.
Quelle: Videoportal des Schweizer Fernsehens
Kinderkrebs um AKW
Die PSR/IPPNW Schweiz Ärztinnen und Ärzte für soziale Verantwortung und zur Verhütung eines Atomkrieges machen darauf aufmerksam, dass das Verhältnis von Knaben- zu Mädchengeburten in der Umgebung von Atomkraftwerken gestört ist (siehe auch Atominfomedia vom 24. November 2010). Das Wissensmagazin des Schweizer Fernsehens Einstein widmet sich der zitierten, neuen Studie (SF TV1, Do. 2.12.10, 21 00h).
Die Beobachtung lässt ein Defizit von Lebendgeburten in AKW-Umgebung errechnen. Frauen, die in Deutschland oder der Schweiz im Umkreis von 35 km einer der untersuchten 31 Atomanlagen leben, haben demzufolge in den letzten 40 Jahren gemäss Einschätzung der Studienautoren annäherungsweise 15 000 Kinder - vor allem Mädchen - verloren. Dieser Zusammenhang wurde jetzt erstmals bei Atomkraftwerken im Normalbetrieb nachgewiesen und ist hochsignifikant. Ob der Verlust der Schwangerschaften im Sinne einer Schädigung des Erbguts durch die radioaktiven Emissionen aus Atomkraftwerken interpretiert werden muss, ist dringend zu klären.
Anlass für die Studie waren entsprechende Beobachtungen nach den Atombombentesten und der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl 1986 sowie die bei der deutschen Kinderkrebsstudie KiKK festgestellte Abhängigkeit der Krebsraten vom Abstand von Atomkraftwerken. Die Autoren vermuten daher als Ursache die von Atomkraftwerken auch im Normalbetrieb, insbesondere beim Brennelemente-Wechsel, an die Luft abgegebenen radioaktiven Emissionen. Die Studienresultate signalisieren die Möglichkeit ernsthafter Schädigungen im frühen Schwangerschaftsverlauf, selbst bei sehr niedrigen Strahlendosen. Es ist bekannt, dass Keimzellen, Embryonen und Stammzellen extrem strahlenempfindlich sind. Jegliche Strahlendosis gilt als gefährlich, es gibt keinen Schwellenwert, unter welchem kein Risiko besteht.
Die Besorgnis über diese neuesten Befunde ist umso begründeter, da mehr als ein Drittel aller Geburten in der Schweiz Mütter betrifft, die im Umkreis von bis zu 35 km von der nächsten Atomanlage wohnen. Die PSR/IPPNW Schweiz, der über 600 Ärztinnen und Ärzte angehören, fordern seitens der Behörden eine rasche Überprüfung der Studiengrundlagen und der Ergebnisse von Kusmierz, Voigt und Scherb, insbesondere der Resultate der am meisten belasteten Region von Beznau, Kt. Aargau. Angesichts der hervorragenden Qualität der Daten des Bundesamtes für Statistik dürfte eine fokussierte erste Überprüfung gemäss Einschätzung der Studienautoren nur wenige Wochen in Anspruch nehmen.
Die PSR/IPPNW Schweiz ersuchen ferner das Bundesamt für Gesundheit (BAG), in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW), dem Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) und der Eidgenössischen Kommission für Strahlenschutz und Überwachung der Radioaktivität (KSR) bis zum 30. Juni 2011 zu dieser Mitteilung über das gestörte Zahlenverhältnis (Sex Odds) von Knabengeburten zu Mädchengeburten in der Umgebung von Atomkraftwerken Stellung zu nehmen.
Schliesslich regen die PSR / IPPNW Schweiz an, dass das BAG, in Zusammenarbeit mit den erwähnten Institutionen und dem Schweizerischen Nationalfonds eine umfassende, insbesondere auch die meteorologischen Verhältnisse einbeziehende, unabhängige, transparente und der Öffentlichkeit zugängliche Überprüfung der Sex Odds der Lebendgeburten analog der Studie von Kusmierz, Voigt und Scherb vornimmt und einen Massnahmenkatalog zuhanden der Bevölkerung erstellt, sollten sich die Befunde einer verschobenen Sex Odds Ratio in der Umgebung von Atomkraftwerken bestätigen.
Einstein auf SF TV berichtet heute um 21 Uhr - Das Wissensmagazin des Schweizer Fernsehens Einstein (SF TV1, Do. 2.12.10, 21 00h) widmet sich der zitierten, neuen Studie zu den fehlenden Geburten in der Umgebung von Atomanlagen und dem Thema der radioaktiven Emissionen aus Atomkraftwerken sowie den gehuften Kinderkrebsfällen in der Nähe von AKW.
Eine Medienorientierung in Anwesenheit des Studienautors Dr. Hagen Scherb, München, erfolgt am Donnerstag, 20.Januar 2011, 09 30 h (Saal Primus, Restaurant Au Premier, Bahnhof Zürich)
Text: PSR / IPPNW Schweiz
Donnerstag, 25. November 2010
Mehr Krebs rund um Asse
Bei den Männern liege die Zahl der Neuerkrankungen im Untersuchungszeitraum bei 12 - statistisch erwartbar wären 5,2. Die Untersuchung ergab außerdem, dass sich die Erkrankungsrate für Schilddrüsenkrebs bei Frauen sogar verdreifacht hat. Die Erkrankungshäufigkeit für Leukämien bei Frauen ist ebenfalls erhöht, allerdings nicht signifikant, wie das Ministerium mitteilte. "Krebs insgesamt ist für Männer und Frauen im Erwartungsbereich", erklärte ein Sprecher.Die Registerstelle des Epidemiologischen Krebsregisters (EKN) hat den Zeitraum von 2002 bis 2009 ausgewertet. Die Ursache der Erkrankungen sei bisher unklar, so das Ministerium. Geplant sei nun eine Arbeitsgruppe, der Vertreter von Sozial- und Umweltministerium, des Landkreises Wolfenbüttel und des Bundesamtes für Strahlenschutz angehören sollen. Am kommenden Dienstag will die Arbeitsgruppe erstmals zusammenkommen.
Das Bundesamt für Strahlenschutz plant ein vorsorgliches Bevölkerungsmonitoring in der Samtgemeinde Asse. Laut Sozialministerium ist bisher nicht bekannt, welchen Einfluss Lebensalter oder Berufstätigkeit auf die Erkrankungen haben, da bisher ausschließlich anonymisiertes Datenmaterial vorliegt. Anfang kommenden Jahres will das Bundesamt für Strahlenschutz ein vorsorgliches Bevölkerungsmonitoring in der Samtgemeinde Asse anbieten, von dem man sich weitere Aufschlüsse erhofft. Die vorliegenden Daten zu den Krebsfällen werden derzeit weiter ausgewertet, heißt es. Der detaillierte Bericht des EKN soll Anfang Dezember vorliegen. Die Landesregierung werde den Landkreis Wolfenbüttel laut Ministerium in allen Bemühungen um die zügige und ergebnisoffene Ursachenabklärung unterstützen. "Transparenz ist dabei oberstes Gebot", sagte ein Ministeriumssprecher.
Reaktionen aus dem Landtag
Die Landtagsfraktionen zeigten sich betroffen von dem Ergebnissen der Studie. Sie seien ein Schock, sagte SPD-Fraktionschef Stefan Schostock. Die Diskussion um das marode Atommüll-Lager habe damit eine neue Dimension erreicht. Grünen-Fraktionschef Stefan Wenzel bezeichnete die Zahlen als "sehr besorgniserregend". "Ich fordere eine umgehende und tabulose Aufklärung", so Wenzel. Kurt Herzog von der Linken sagte, die Betreiber der Asse seien jetzt in der Pflicht nachzuweisen, dass die Krebsfälle nicht auf Wirkungen des Atommülls zurückzuführen sind.
Quelle: Norddeutscher Rundfunk NDR
Mittwoch, 24. November 2010
Axpo unter Druck
Quelle: Schweizer Fernsehen 24. November 2010
Die fehlenden Mädchen
WOZ: Glaubt man der vor kurzem in München publizierten Studie, sind Atomkraftwerke eigentliche Embryokiller: Sie sollen allein in Deutschland und der Schweiz die Geburt von bis zu 20 000 Mädchen verhindert haben. Kann man die Studie ernst nehmen?
Claudio Knüsli: Sehr wohl. Sie wurde von drei renommierten Wissenschaftlern – Ralf Kusmierz, Kristina Voigt und Hagen Scherb – verfasst. Voigt und Scherb arbeiten in München beim Helmholtz-Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt, das vom Staat getragen wird. Kusmierz ist an der Universität Bremen tätig.
Was genau haben die drei untersucht?
Sie versuchten herauszufinden, ob es einen Zusammenhang gibt zwischen der Anzahl geborener Knaben respektive Mädchen und der Wohndistanz zum nächsten Atomkraftwerk. Dabei kamen sie zu hochsignifikanten Resultaten. Sie haben herausgefunden, dass in einem Umkreis von 35 Kilometern um die Atomanlagen – konkret geht es dabei um 27 Anlagen in Deutschland und 4 in der Schweiz – im Verlaufe der letzten vierzig Jahre ein Verlust von 10 000 bis 20 000 Lebendgeburten bei Mädchen nachweisbar ist.
Es wurden also bis zu 20 000 Mädchen weniger geboren, als normalerweise zu erwarten wäre?
Genau.
Und warum ist das wichtig?
Normalerweise werden 105 bis 106 Knaben pro 100 Mädchen lebend geboren. Im Verlaufe des Lebens verändert sich dieses Zahlenverhältnis – das Sex Odds genannt wird –, zum Zeitpunkt der Geburt ist es jedoch weitgehend stabil, es sei denn, Stress wie Krieg oder radioaktive Verstrahlung belasten die Bevölkerung. Vergleicht man die Sex Odds verschiedener Orte, lässt sich ziemlich einfach feststellen, ob in einer bestimmten Region Mädchen oder Jungen fehlen. Nach dem Super-GAU von Tschernobyl konnte man in jenen Gebieten Europas und Asiens, die durch die radioaktive Wolke verseucht worden waren, eine sprunghafte und anhaltende Veränderung der Sex Odds registrieren.
Dann hat also schon Tschernobyl dazu geführt, dass weniger Mädchen auf die Welt kamen?
Richtig.
Warum sind vor allem Mädchen betroffen?
Weibliche Embryonen sind offenbar noch strahlenempfindlicher als männliche. Grundsätzlich reagieren alle Embryonen äusserst strahlenempfindlich – und je kleiner sie sind, desto empfindlicher sind sie. Dies lässt sich durch letale Mutationen, also tödliche Veränderungen im Erbgut der Keimzellen oder der Embryonen erklären, bedingt durch die Verstrahlung mit radioaktiven Stoffen wie Cäsium-137. Deshalb kommt es dann zu spontanen Aborten der befruchteten Eizellen respektive der Embryonen.
Männliche Embryonen sind davon ebenfalls betroffen: Beobachtungen aus Dänemark vor und nach 1986 legen nahe, dass die radioaktive Verstrahlung durch Tschernobyl auch viele fehlende Knabengeburten verursacht hat. Auf etwa drei fehlende Mädchengeburten kommt eine fehlende Knabengeburt.
Dann fehlen also insgesamt noch viel mehr Kinder?
Ja, davon muss man ausgehen. Gemäss den vorliegenden Daten fehlen – als Folge des Reaktorunfalls in Tschernobyl 1986 – in Europa und Teilen Asiens mindestens eine Million Kinder! Anders als in den USA, die von Tschernobyl kaum betroffen waren.
Zurück zur eingangs erwähnten Studie: Was bedeutet sie für die Schweiz?
Die drei Wissenschaftler haben auch die Geburten einbezogen, die es in den letzten vierzig Jahren im 35-Kilometer-Radius um die Schweizer Atomkraftwerke gab, das waren 1,78 Millionen Lebendgeburten. Auch hier lässt sich nachweisen, dass Mädchen fehlen. Hochgerechnet sind es jedes Jahr mehrere Dutzend Mädchenlebendgeburten, die bei uns verloren gehen.
Ist das hieb- und stichfest?
Die Resultate sind hochsignifikant, sie halten auch strengen statistischen Zusatztesten wie einer Sensitivitätsanalyse stand. Man kommt an diesen Resultaten der verlorenen Kinder in der Umgebung von AKWs nicht vorbei. Es muss angenommen werden, dass die radioaktive Strahlung, die die AKWs auch im Normalbetrieb abgeben, dafür verantwortlich ist. Es kann zusätzlich auch zu Erbgutveränderungen kommen, die nicht sofort tödlich wirken, sondern erst Jahre später zu schweren Erkrankungen wie Leukämie führen. Wir müssen die genetischen Veränderungen sehr ernst nehmen, denn das Erbgut – «das kostbarste Gut der Menschheit», wie dies die Weltgesundheitsorganisation einmal formuliert hat – wird nachweislich geschädigt. Eine verantwortungsbewusste Gesellschaft darf sich deshalb die folgenschwere Atomtechnologie nicht leisten. Die medizinischen Argumente sind nicht zu übersehen, deshalb müssen wir auf Atomenergie verzichten.
* Die ÄrztInnen der Organisation PSR/IPPNW Schweiz setzen sich für die weltweite Abschaffung der Atomwaffen und den Ausstieg aus der zivilen Atomtechnologie ein: www.ippnw.ch
Der vollständige Text der Studie «Is the human sex odds at birth distorted in the vicinity of nuclear facilities?» von Ralf Kusmierz, Kristina Voigt, Hagen Scherb ist in der englischen Version zu finden unter: www.tinyurl.com/scherb
Quelle: WoZ

